Statt eines Jahresrückblicks möchte ich ein kleines, generelles Zwischenfazit meiner Stadtratsarbeit ziehen. Grundsätzlich kann ich folgendes sagen: wer sehen möchte wie Demokratie FUNKTIONIERT, sollte sich einmal eine Stadtratssitzung in Mittweida anschauen. Jedem einzelnen Stadtratsmitglied geht es um das Wohl der Stadt und darum bestmögliche Rahmenbedingungen für Bürger, Unternehmen und Vereine zu schaffen. Jeder redet hier mit jedem und vor allem auch in einem respektvollen, großteils sogar herzlichen Ton. Auch strittige Themen werden möglichst konstruktiv angegangen, immer auf der Suche nach einem vernünftigen Kompromiss. Ich weiß, dass das längst nicht in allen Städten und Gemeinden so gut funktioniert. Deshalb macht die Arbeit im Stadtrat Mittweida, trotz der vielen zu investierenden Zeit, großen Spaß - auch weil ich mich als "Neuling" und Einzelkandidat auch von den "alten Hasen" von Anfang an ernst genommen und wertgeschätzt gefühlt habe.
Die Stadt Mittweida befindet sich momentan noch in einer relativ komfortablen finanziellen Situation, vor allem im Vergleich zu vielen anderen Kommunen in Sachsen und in ganz Deutschland. Dennoch werden die kommenden Jahre herausfordernd und auch Mittweida wird um Einsparungen nicht herum kommen. Was mir persönlich die größten Bauchschmerzen bereitet sind die einbrechenden Geburtenzahlen (nicht nur bei uns). Hier sind kreative Ideen gefragt, um diesen Trend zu stoppen - eine Mammutaufgabe, da hier natürlich auch nationale und globale Einflüsse eine Rolle spielen. Das Land braucht wieder mehr Optimismus und Tatendrang. Das lässt sich aber nicht herbeireden, sondern es müssen auf höheren Ebenen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Einen weiteren Exkurs außerhalb meiner politischen Einflusssphäre erspare ich mir an dieser Stelle.
Ich wünsche Ihnen eine guten Start in das Jahr 2026 - vor allem innere Zufriedenheit, Gesundheit, Optimismus, Mut und Tatendrang!
Ihr Markus Reimer